Baumwolle, die durstige und sensible Pflanze


Bei Baumwolle handelt es sich um ein Naturprodukt, das aber, wie die wenigsten wissen, extrem durstig und sensibel ist.

Wasserverbrauch:

Etwa die Hälfte der weltweiten Baumwolle stammt von künstlich bewässerten Flächen. Verglichen mit anderen Kulturpflanzen ist der Baumwollstrauch ein durstiges Gewächs,in seiner Wachstumsphase braucht er riesige Mengen Wasser. So kostet ein Kilo Baumwolle zwischen 10.000 und 17.000 Liter Wasser, in sehr trockenen Gegenden wie dem Sudan können es sogar 29.000 Liter sein. In eine Badewanne passen etwa 140 Liter Wasser. (quelle: http://www.oeko-fair.de)

Das Gift auf den Baumwollfeldern:

Der konventionelle Baumwollanbau hängt von Pflanzenschutzmitteln ab.
Wegen der ständigen Bedrohung durch Schädlinge werden vor allem in mittelgroßen und großen Baumwollplantagen vorbeugend Pestizide eingesetzt. Ohne die „chemischen Keulen“ würden in den dicht bepflanzten Monokulturen 80 Prozent der Ernten verderben. Baumwollpflanzer kaufen deswegen so viele Pestizide ein, dass sie zu den Hauptabnehmer künstlicher Pflanzenschutzmittel gehören: Baumwollfelder machen rund 2,4 Prozent der weltweiten Ackerfläche aus, auf denen übermäßige elf Prozent aller erhältlichen Insektizide, Herbizide und Fungizide eingesetzt werden. Betrachtet man die Insektizide für sich, werden sogar fast 25 Prozent der weltweit verfügbaren Menge auf Baumwollfeldern verteilt. So stehen die Baumwollfelder unter ständigem toxischen Beschuss: In nur einer Saison werden sie zwischen 14 und 30mal mit Giften behandelt.(quelle: http://www.oeko-fair.de)